Hochglanz oder matte Fronten? Diese Frage kommt in fast jeder Küchenplanung auf, meist direkt nach der Wahl des Farbtons. Der Glanzgrad verändert die Wirkung einer Farbe, die Helligkeit im Zimmer und den Pflegeaufwand. Dieser Blogbeitrag vergleicht die zwei Oberflächen und zeigt Ihnen, worauf es bei Ihrer Wahl ankommt. Jede Variante hat ihre eigenen Stärken und passt bei guter Planung in nahezu jeden Grundriss.
Was für Hochglanz spricht
Glänzende Fronten holen aus einem Farbton mehr Tiefe heraus, weil das Licht auf einer glatten Fläche gebündelt zurückkommt statt sich zu verteilen. Lack, Acryl und Echtglas spiegeln am stärksten und bleiben farbstabil. Fett und Wasser ziehen in die dichte Oberfläche nicht ein, ein weicher Lappen entfernt Spritzer in einem Durchgang. Grifflose Programme sind bei Hochglanz weit verbreitet, die Front läuft dann durchgehend bis zum Rand und der Raum wirkt großzügiger. Fingerabdrücke schrecken viele Käufer ab, Beschichtungen gegen Abdrücke gehören inzwischen bei zahlreichen Herstellern zur Serie. Die Sorge vor der täglichen Politur hat sich damit erledigt. Helle Töne wie Weiß, Creme oder Hellgrau steigern die Wirkung noch.
Die Stärken matter Fronten
Matte Fronten treten optisch zurück und vertragen sich mit Holz, Naturstein, Keramik und Stoffen. Abdrücke und leichte Schlieren bleiben auf ihnen meist unsichtbar. Warme Textilien und Keramik im Raum nehmen die zurückhaltende Wirkung auf. Familien mit kleinen Kindern und intensiv genutzte Küchen profitieren davon jeden Tag. Samtmatte Lacke führen die großen Hersteller inzwischen im Programm, ihre Haptik fühlt sich weich und fast textil an. Kleine Gebrauchsspuren gehen im gestreuten Licht unter, matte Küchen altern deshalb unauffällig. Ein dunkler Farbton wirkt matt tief und ruhig, dadurch steht die Kochinsel wie ein freies Möbel im Raum. Fenster und Möbel zeichnen sich nicht in der Front ab, Ihre Küche bleibt optisch ruhig. Dieser Punkt zählt bei einem offenen Wohnbereich mit langen Sichtachsen doppelt.
Reinigung im Vergleich
Der Aufwand hält sich bei beiden Oberflächen in Grenzen und fällt geringer aus, als die meisten Küchenkäufer vorher annehmen. Ein weiches Baumwolltuch, handwarmes Wasser und ein Tropfen Spülmittel genügen für die normale Reinigung. Scheuermittel und Reiniger mit Alkohol schaden jeder Front, glänzend wie matt. Mikrofasertücher taugen bei Lackfronten nur bedingt, da sich Staub im Gewebe sammelt und feine Spuren zieht. Matte Flächen vertragen zudem kein Politurwachs. Ein weiches Baumwolltuch bleibt hier sicher. Eine glänzende Front bleibt nach dem trockenen Nachwischen streifenfrei. Ein kurzes Wischen direkt nach dem Kochen verhindert angetrocknete Spritzer und erspart Ihnen die große Putzrunde am Wochenende. Der Pflegeaufwand hängt am Ende mehr am Farbton als am Glanzgrad.
Material und Kanten
Der Glanzgrad sagt zunächst nichts zur Qualität einer Front. Folienfronten sind die günstigste Variante und reagieren dicht am Backofen empfindlich auf Hitze. Sie passen deshalb vor allem zu Zeilen mit dem Backofen im weiter entfernten Hochschrank. Eine Lackfront wirkt tiefer und lässt sich ausbessern. Beide Begriffe beschreiben demnach nur den Grad der Spiegelung, nichts zum Material darunter. Die Kanten verdienen bei beiden Varianten einen zweiten Blick, denn nur eine dicht geschlossene Fuge hält Wasser von der Trägerplatte fern.
Farbwirkung und Raumgefühl
Glänzende Oberflächen geben das Tageslicht an Decke und Wände weiter. Eine kleine Küche gewinnt dadurch optisch Platz, eine dunkle Zeile verliert etwas von ihrer Massivität. Matte Fronten verteilen das Licht dagegen weich im ganzen Zimmer, die Schrankreihe erscheint dann als eine zusammenhängende Fläche. Matte Oberflächen schlucken den Lichteinfall und verteilen ihn weich im Zimmer. Ein kräftiges Blau, ein Salbeigrün oder ein warmes Braun bekommt matt einen erdigen Charakter und glänzend einen leuchtenden Auftritt. Künstliches Licht wirkt ebenfalls mit: Eine Leuchte unter dem Oberschrank spiegelt sich in glänzenden Fronten und hellt die Arbeitsfläche zusätzlich auf. Eine fensterlose Küchenzeile lebt vom zurückgeworfenen Licht, während ein Zimmer mit breiter Fensterfront beide Wege gleichermaßen zulässt. Ihr Grundriss gibt oft die Richtung vor.
Beides mischen
Manche Planungen verbinden die zwei Oberflächen, etwa glänzende Unterschränke zu matten Hochschränken oder genau andersherum. Diese Mischung setzt Glanz gezielt dort ein, wo er den Raum belebt, und nimmt ihn dort heraus, wo er Unruhe stiftet. Der Küche bleibt auf diese Weise ihre Lebendigkeit erhalten. Ein gemeinsamer Farbton hält die Küche dabei zusammen und verhindert einen harten Bruch zwischen den zwei Oberflächen. Ein großes Muster im eigenen Licht zu Hause verrät Ihnen mehr als ein kleines Farbplättchen.
Fazit: Hochglanz oder matte Fronten?
Hochglanz oder matte Fronten? Ihr Zuschnitt, das vorhandene Tageslicht und Ihr Geschmack führen zur Antwort, denn jede der zwei Oberflächen hat ihre Stärken. Wir von Möbel & Küchen Lenk liefern und montieren Ihre neue Küche mit eigenen Monteuren, die Lieferung und die Montage sind im Preis enthalten. Ihre alte Küche entsorgen wir ohne Zusatzkosten. Beide Frontarten sehen Sie in unserer Ausstellung in Zwickau direkt nebeneinander. Vereinbaren Sie jetzt einen Beratungstermin bei Möbel & Küchen Lenk.
